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Nutzen Sie die Kraft der Wärme!

Anders als andere Entzündungen, reagiert eine Blasenentzündung auf Wärme positiv. Außerdem reduziert Wärme die Krampfneigung des Blasenmuskels. Beim Entspannen oder nach dem Urol®-Beckenboden- training hilft ein Wärmekissen (elektrisch oder z. B. ein erwärmtes Kirschkernkissen) auf dem Unterbauch, um die gereizte Blase zu beruhigen. Doch Achtung: Übertreiben Sie nicht! Wärme reicht vollkommen, Hitze bringt nicht mehr.

 

Wie viel soll ich am Tag trinken?

Alle Angaben von 1,5 bis 3 Liter können richtig oder falsch sein. Die Trinkmenge hängt von vielen Faktoren ab (körperliche Aktivität, Alter, Erkrankung, Wetter). Der beste Indikator für die ausreichende Trinkmenge ist die Harnfarbe. Ist sie wässrig- bis blassgelb, ist alles in Ordnung. Je intensiver die Harnfarbe ist, desto dringender ist die Flüssigkeitszufuhr. Bitte beachten Sie aber: Arznei- und Nahrungsmittel können die Harnfarbe verändern. Die Urol®-Infokarte hilft Ihnen, die Farbe Ihres Urins zu kontrollieren.

 

… und was ist mit Tee?

Nieren- oder Harntees sind Klassiker, wenn es zu Problemen beim Wasserlassen kommt. Da bei Harnwegsproblemen Trinken von herausragender Bedeutung ist, sind Tees sehr gut geeignet, die tägliche Trinkmenge von zwei bis drei Litern zu erreichen. Ein Ersatz für ein Arzneimittel sind Tees allerdings nicht. Der Wirkstoffgehalt ist, verglichen mit einem Arzneimittel, sehr gering - zu gering, um messbare Wirkungen zu erzielen. Aber auch unter den Arzneimittel finden sich Unterschiede. So fehlen bei den so genannten traditionellen Arzneimittel (z. B. Kürbiskerne) wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit. Ursache ist oft, dass beispielsweise in Kombipräparaten einzelne Wirkstoffe unterdosiert sind oder Wirkstoffe in klinischen Studien überhaupt keine messbaren Besserungen bewirken.

 

Warnsignale Blut und Fieber

Oft, aber eben nicht immer, sind Harnwegsprobleme unkompliziert. Wenn sich Blut im Urin zeigt oder sich Fieber entwickelt, ist der Arztbesuch unumgänglich. In diesen Fällen muss sofort die Ursache ermittelt werden, denn hinter diesen Symptomen könnten sich schwerere Erkrankungen verbergen. Der erste Gang führt Sie zu Ihrem Hausarzt, er kennt Sie und Ihre Vorgeschichte. Er entscheidet auch, ob er Sie zum Facharzt, in dem Fall zum Urologen, überweist.

Achten Sie aber auch auf die folgenden Anzeichen, denn wenn Sie diese bei sich feststellen, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen:

  • starkes allgemeines Krankheitsgefühl
  • einseitige dumpfe Rückenschmerzen in der Nierengegend
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Urinabflussstörung (Harnverhalt)

 

Was Sie zusätzlich tun können

Neben der medikamentösen Therapie gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Ihnen zusätzlich helfen, das Problem „Reizblase“ in den Griff zu bekommen. Bereits eine einfache Maßnahme wie das Trinken von mindestens 1,5 bis 2 Liter Mineralwasser bzw. Kräutertee pro Tag ist für einen wirksame Durchspülungsbehandlung der Harnwege von großer Bedeutung. Meiden Sie aber schwarzen Tee oder Kaffee, Cola und andere süße Limonaden.

 

Auch ein bisschen weniger Ärger und Stress werden Ihnen sicher gut helfen. Wenn Sie oft unter Stress stehen und angespannt sind, versuchen Sie, Ihre Nerven zu beruhigen. Gezielt genommene, nur kurze Auszeiten (5 -10 Minuten) auch tagsüber bringen oft schon einen deutlichen Erfolg. Das Erlernen entspannender Übungen, wie z.B. autogenes Training hilft, die Auszeiten sehr wirksam zu nutzen. Hilfe kann auch ein spezielles Verhaltenstraining verschaffen, das zum Ziel hat, wieder größere Mengen Urin in der Blase sammeln zu können: Mit einer langsamen Erhöhung der Trinkmenge (mind. 2 Liter pro Tag) und einer kontinuierlichen Vergrößerung der Abstände des Wasserlassens, kann dieses Ziel erreicht werden.

 

Weitere Tipps für Ihre Gesundheit

 

Verhalten
  • Trainieren Sie die Beckenbodenmuskulatur durch entsprechende Gymnastik.
  • Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe (nasse Badebekleidung, kalte Füße, Sitzen auf kaltem Untergrund).
  • Gehen Sie zur Toilette, wenn sie müssen und unterdrücken Sie nicht den Harndrang.
  • Sitzen Sie nicht stark vorgebeugt auf der Toilette. Sie vermeiden so, dass sich die Blase nur unvollständig entleert.
  • Reinigen Sie den Analbereich stets von vorne nach hinten. So vermeiden Sie Schmierinfektionen.
  • Vermeiden Sie eine angespannte Hockstellung beim Wasserlassen.
  • Verzichten Sie auf Intimsprays oder Seife zur Intimhygiene. Diese schwächen die natürliche Barrierefunktion der Haut, wodurch Bakterien leichter eindringen können.
  • Auch der Geschlechtsverkehr geht mit erhöhter Infektionsgefahr einher. Mit dem Toilettengang „danach“ wird diese gemindert.

 

Ernährung
  • Essen Sie harntreibende Speisen (z. B. Kartoffeln, Spargel). Sie fördern so die Durchspülung der Harnwege.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Sie stärken so Ihre Immunabwehr gegen bakterielle Infektionen.
  • Meiden Sie scharf oder intensiv gewürzte Speisen, um die Harnwege nicht zusätzlich zu reizen.

 

Was Sie nicht tun sollten
  • Das Wichtigste: Verschweigen Sie nicht die Probleme beim Wasserlassen! Reden Sie über Ihre Probleme mit Ihrem Apotheker oder Ihrem Arzt. Beide haben tagtäglich mit Blasenproblemen zu tun und wissen daher genau, wie Ihnen geholfen werden kann.
  • Nicht die Trinkmenge reduzieren, um den Harndrang zu reduzieren. Die Ursache der Probleme werden so nicht bekämpft. Im Gegenteil: Wenig Trinken schadet dem Organismus zusätzlich. Trinken Sie täglich 2-3 Liter.
  • Ziehen Sie sich nicht aus dem Alltagsleben und Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zurück. Auch das hilft nichts. Gehen Sie aktiv mit Ihren Problem um, sprechen Sie darüber. Blasenbeschwerden lassen sich fast immer erfolgreich behandeln.