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Was können Sie tun, was sollten Sie lassen?

An der Entstehung von Harnsteinen sind viele Faktoren beteiligt. Von besonderer Bedeutung aber sind Ernährung und Lebensgewohnheiten. In vielen Fällen kann die Ausscheidung steinbildender Substanzen allein durch Urinverdünnung und Umstellung der Ernährung normalisiert werden. Es gibt einige allgemeine Maßnahmen, die Sie als Steinpatient berücksichtigen sollten. Auf diese Weise können Sie das Risiko einer erneuten Steinbildung erheblich senken. Gesunde Ernährung und viel Trinken sind entscheidend.

 

Gesunde Ernährung …

Empfehlenswert ist eine ballaststoffreiche Mischkost mit viel Obst, Gemüse (vor allem Fenchel, Spinat, Tomaten, Kartoffeln, Blumenkohl, Porree), Salaten und Getreideerzeugnissen. Fleischprodukte sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen. 1 bis 2 Tage in der Woche sollten Sie auf eine fleischlose Ernährung achten.

 

… und Trinken

Trinken Sie regelmäßig auch vor dem Schlafengehen, so dass Sie mindestens einmal pro Nacht aufstehen müssen. Nach dem Toilettengang sollten Sie gleich wieder Flüssigkeit zu sich nehmen. Um ein ausreichendes Harnvolumen von ca. 2,5 Liter pro Tag zu erreichen, sollten Sie ca. 2,5 bis 3,0 Liter pro Tag trinken. Unbeschränkt geeignet sind alle harnneutralen Getränke (Nieren-, Blasen-, Früchte- und Kräutertees), verdünnte Obstsäfte, Quell- und Leitungswasser sowie mineralstoff- und bicarbonatarme Mineral- und Heilwässer.

  • Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot, etc. können Sie in normalen Mengen verzehren.
  • Verwenden Sie Kochsalz nur in geringen Mengen.
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten regelmäßig zu sich und vermeiden Sie Hungerkuren.
  • Streben Sie Ihr Idealgewicht an.
  • Meiden Sie vor allem Alkohol, Cola, Limonaden, Kaffee und schwarzen Tee.

 

Hier noch ein paar Empfehlungen für die jeweiligen Steintypen, da die Harnsteine unterschiedlich zusammengesetzt sind. Welchen Steintyp Sie haben, kann nur Ihr behandelnder Arzt feststellen.

 

Bei Oxalatsteinen (ca. 65-70% aller Steine) oxalsäurereiche Lebensmittel meiden. Oxalsäurereich sind: Spinat, Mangold, Rhabarber, Rote Beete, Nüsse, Mandeln und Kakaoprodukte, insbesondere Schokolade.

 

Bei Phosphatsteinen (ca. 5-10% aller Steine) den Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Phosphatgehalt einschränken. Einen hohen Phosphatgehalt haben: Käse (Schmelzkäse, Hart- und Schnittkäse, z.B. Emmentaler, Gouda oder Tilsiter), getrocknete Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen und Linsen), Innereien, Nüsse, Mandeln und Kakao. Essen Sie zusätzlich sehr viele Vollkornerzeugnisse sowie frische Gemüse- und Obstsalat, da sie reich an Ballaststoffen sind. Bei Phosphatsteinen muss der Harn nicht nur verdünnt, sondern auch angesäuert werden. Dafür sind Säfte aus schwarzen Johannis- und Preiselbeeren sowie sulfatreiche und bicarbonatarme Mineral- und Heilwässer geeignet. Säfte von Zitrusfrüchten sowie bicarbonatreiche Mineral- und Heilwässer sind nicht zu empfehlen.

 

Bei Harnsäure- und Cystinsteinen (ca. 10-20% bzw. 0,5-1 % aller Steine) hauptsächlich von Kartoffeln, Mehlspeisen, Vollkorngetreideprodukten, Gemüse, Obst, Eiern und Milchprodukten ernähren. Die Nahrung muss purinarm sein. Deshalb ist der Verzehr von Innereien, Fisch, Krustentieren, Hülsenfrüchten, von Kohl und Rosenkohl sowie der Haut von Geflügel stark einzuschränken. Gleiches gilt für alle Erzeugnisse, die aus Sojabohnen hergestellt worden sind. Statt dessen sollten Sie Milch und Milchprodukte als Eiweißquellen bevorzugen.