Anders als andere Entzündungen, reagiert eine Blasenentzündung auf Wärme positiv. Außerdem reduziert Wärme die Krampfneigung des Blasenmuskels. Beim Entspannen oder nach dem Urol®-Beckenboden- training hilft ein Wärmekissen (elektrisch oder z. B. ein erwärmtes Kirschkernkissen) auf dem Unterbauch, um die gereizte Blase zu beruhigen. Doch Achtung: Übertreiben Sie nicht! Wärme reicht vollkommen, Hitze bringt nicht mehr.
Alle Angaben von 1,5 bis 3 Liter können richtig oder falsch sein. Die Trinkmenge hängt von vielen Faktoren ab (körperliche Aktivität, Alter, Erkrankung, Wetter). Der beste Indikator für die ausreichende Trinkmenge ist die Harnfarbe. Ist sie wässrig- bis blassgelb, ist alles in Ordnung. Je intensiver die Harnfarbe ist, desto dringender ist die Flüssigkeitszufuhr. Bitte beachten Sie aber: Arznei- und Nahrungsmittel können die Harnfarbe verändern. Die Urol®-Infokarte hilft Ihnen, die Farbe Ihres Urins zu kontrollieren.
Nieren- oder Harntees sind Klassiker, wenn es zu Problemen beim Wasserlassen kommt. Da bei Harnwegsproblemen Trinken von herausragender Bedeutung ist, sind Tees sehr gut geeignet, die tägliche Trinkmenge von zwei bis drei Litern zu erreichen. Ein Ersatz für ein Arzneimittel sind Tees allerdings nicht. Der Wirkstoffgehalt ist, verglichen mit einem Arzneimittel, sehr gering - zu gering, um messbare Wirkungen zu erzielen. Aber auch unter den Arzneimittel finden sich Unterschiede. So fehlen bei den so genannten traditionellen Arzneimittel (z. B. Kürbiskerne) wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit. Ursache ist oft, dass beispielsweise in Kombipräparaten einzelne Wirkstoffe unterdosiert sind oder Wirkstoffe in klinischen Studien überhaupt keine messbaren Besserungen bewirken.
Oft, aber eben nicht immer, sind Harnwegsprobleme unkompliziert. Wenn sich Blut im Urin zeigt oder sich Fieber entwickelt, ist der Arztbesuch unumgänglich. In diesen Fällen muss sofort die Ursache ermittelt werden, denn hinter diesen Symptomen könnten sich schwerere Erkrankungen verbergen. Der erste Gang führt Sie zu Ihrem Hausarzt, er kennt Sie und Ihre Vorgeschichte. Er entscheidet auch, ob er Sie zum Facharzt, in dem Fall zum Urologen, überweist.
Achten Sie aber auch auf die folgenden Anzeichen, denn wenn Sie diese bei sich feststellen, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen:
Neben der medikamentösen Therapie gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Ihnen zusätzlich helfen, das Problem „Reizblase“ in den Griff zu bekommen. Bereits eine einfache Maßnahme wie das Trinken von mindestens 1,5 bis 2 Liter Mineralwasser bzw. Kräutertee pro Tag ist für einen wirksame Durchspülungsbehandlung der Harnwege von großer Bedeutung. Meiden Sie aber schwarzen Tee oder Kaffee, Cola und andere süße Limonaden.
Auch ein bisschen weniger Ärger und Stress werden Ihnen sicher gut helfen. Wenn Sie oft unter Stress stehen und angespannt sind, versuchen Sie, Ihre Nerven zu beruhigen. Gezielt genommene, nur kurze Auszeiten (5 -10 Minuten) auch tagsüber bringen oft schon einen deutlichen Erfolg. Das Erlernen entspannender Übungen, wie z.B. autogenes Training hilft, die Auszeiten sehr wirksam zu nutzen. Hilfe kann auch ein spezielles Verhaltenstraining verschaffen, das zum Ziel hat, wieder größere Mengen Urin in der Blase sammeln zu können: Mit einer langsamen Erhöhung der Trinkmenge (mind. 2 Liter pro Tag) und einer kontinuierlichen Vergrößerung der Abstände des Wasserlassens, kann dieses Ziel erreicht werden.