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"Stressorgan" Blase

Jeder hat es schon einmal am eigenen Körper erfahren: Die Blase reagiert bei Stress empfindlich. Angespanntes Warten vor einer Prüfung – prompt kommt das unaufschiebbare Gefühl, auf die Toilette zu müssen. Diese Reaktion ist völlig normal. Nach der Prüfung, ob bestanden oder nicht, ist alles wieder wie zuvor.

 

Anders bei Menschen, die an einer überaktiven Blase leiden. Bei diesen ist der unaufschiebbare Harndrang keine kurze Episode, sondern ein Dauerzustand, der über Tage und Wochen anhalten kann und der den Tagesablauf empfindlich stört. Bei diesen Menschen reagiert die Blase empfindlicher als bei anderen.

 

Kopfschmerz-, Magen- oder Blasentyp?

 

Stress oder ein seelisch belastendes Problem, bei manchen auch schon eine Abweichung vom gewohnten Tagesablauf, führen zu körperlichen Symptomen.

 

Jeder hat seine individuelle Schwachstelle im Körper. Der eine regiert mit Kopfschmerzen, der andere mit Magenverstimmung, ein dritter eben mit Blasenstörungen auf die entsprechende Anspannungssituation. Für den Psychotherapeuten steht die Blase im engen Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Festhalten an Gewohnheiten. Menschen mit funktionellen Blasenstörungen können weniger leicht loslassen. Wird die gewohnte Mehrfachbeanspruchung durch Beruf, Kinder, Partner und Haushalt durch ein weiteres Problem (z. B. Krankheit eines  Elternteils) noch angespannter, reagiert die Blase als Sollbruch- stelle. Es kommt zur Reizblase. Damit signalisiert der Körper: „Achtung, akute Überlastungssituation, eine Auszeit ist erforderlich!“

 

Vielen Betroffenen ist der Zusammenhang zwischen den Beschwerden und deren Auslöser „Stress“ nicht bekannt. Sie halten eine organische Erkrankung, die nur noch nicht gefunden wurde, für den Grund der Blasenprobleme. Mit Kenntnis aber, dass psychologische Belastung eine Reizblase auslöst, ändert sich die Sichtweise auf das Problem grundlegend. Denn der Umgang mit den Symptomen erfolgt mit diesem Wissen ganz anders als ohne.

 

Wer sich bewusst macht, dass er ein  „Blasentyp“ ist, ist einen erheblichen Schritt weiter. Jetzt kann sich der Betroffene darauf konzentrieren, die Belastung bzw. den Stress zu bewältigen, so dass sie nicht „auf die Blase schlagen“.

 

Nun kann man in der Regel nicht einfach ausruhen oder Urlaub nehmen, um der Belastungssituation zu entgehen. Man wird also versuchen, trotz aller Schwierigkeiten, weiterhin allen Anforderungen gerecht zu werden. Das aber kann nur erfolgreich sein, wenn man dem Körper die geforderten Auszeiten gewährt.

 

Entspannen - aber wie? 

Es gibt viele Möglichkeiten, mit einer Belastungssituation oder Stress umzugehen. Auch ohne viel Zeit dafür aufzuwenden. In der Mittagspause einige Minuten z. B. „Progressive Muskelentspannung nach Jacobson“, oder „Autogenes Training“ dämpfen die Belastungssymptome erheblich. Auch sportliches Ausdauertraining (Nordic Walking oder Jogging) bauen Belastungen wirkungsvoll ab.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu entspannen, auch wenn der sonstige Tagesablauf unverändert bleibt. Effektive Methoden kennen auch der Hausarzt oder der Apotheker.

 

 

Tipp: Delegieren!

Versuchen Sie nicht, alles selber machen zu wollen! Übertragen Sie Aufgaben z. B. im Haushalt an andere Familienmitglieder. Die erledigen diese vielleicht nicht sofort perfekt, mit der Zeit aber wird es immer besser und entlastet Sie.

 

Tipp: Pausen planen!

Planen Sie Pausen fest im Tagesablauf ein. Nehmen Sie diese genauso ernst wie jeden anderen Termin auch. Nehmen Sie Ihre Pausen tatsächliche als Auszeit ohne Telefon, E-Mail-Checks oder „Kurzbesprechungen“ in der Kantine. Eine halbe Stunde z. B. auf einer Bank lesend oder ruhige Musik hörend schafft Abstand von der Tageshektik.